Freilebende, bzw. herrenlose Katzen stellen seit Jahren viele Städte und Gemeinden vor Herausforderungen – so auch die Gemeinde Wülknitz. Ein Schwerpunkt befindet sich im Bereich Dorfstraße/Bahnhofstraße, wo sich die Tiere unter anderem in leerstehenden Scheunen, Schuppen sowie auf ungenutzten Grundstücken aufhalten. Herrenlose Katzen bedeuten ein Risiko für Haustiere und auch den Menschen im Hinblick auf Tiergesundheit, Artenschutz und die Übertragung von Infektionen.
Die Gemeinde hat sich des Problems bereits in den vergangenen zwei Jahren angenommen. Mit Unterstützung von Lebendfallen konnten mehrere freilebende Katzen eingefangen, tierärztlich versorgt, kastriert und anschließend wieder in ihrem angestammten Revier freigelassen werden. Diese Vorgehensweise entspricht dem bewährten Grundsatz „Einfangen – Kastrieren – Freilassen“ und trägt dazu bei, die Population tierschutzgerecht zu stabilisieren. Erfreulicherweise hat sich eine engagierte Einwohnerin bereit erklärt, die Gemeinde ehrenamtlich bei der Betreuung der freilebenden Katzen zu unterstützen.
Bürgerinnen und Bürger, die sich mit Anliegen oder Fragen zum Thema freilebende Katzen an die Gemeindeverwaltung wenden, können künftig an die ehrenamtliche Helferin vermittelt werden. Dadurch können Anliegen direkt abgestimmt und notwendige Maßnahmen schneller koordiniert werden. Die Gemeinde bittet außerdem alle Katzenhalterinnen und Katzenhalter, ihre Freigängerkatzen kastrieren sowie kennzeichnen und registrieren zu lassen. So kann jeder Einzelne dazu beitragen, dass sich die Zahl freilebender Katzen nicht weiter erhöht. Die Gemeindeverwaltung bedankt sich herzlich für die Bereitschaft bei Frau Grudzien, dieses wichtige Ehrenamt zu übernehmen. Mit diesem Engagement wird ein wertvoller Beitrag zum Tierwohl und zur langfristigen Verbesserung der Situation in Wülknitz geleistet.