Grödel-Elsterwerdaer Floßkanal
-Sedimentberäumung-


Im Rahmen seiner gesetzlichen Unterhaltungspflicht führt der Betrieb Oberes Elbtal der Landestalsperrenverwaltung Sachsen zurzeit eine Räumung des Grödel-Elsterwerdaer Floßkanals von Sedimenten (Ablagerungen) durch.
Dazu wird der Kanal abschnittsweise trockengelegt und die Massen mit entsprechenden Geräten ausgehoben und in eigens dafür angelegte Absetzbecken zur Abtrocknung zwischengelagert.
Sind die Aushubmassen ausreichend abgetrocknet, werden sie zur ordnungsgemäßen Verwertung
(z. B. Deponieabdeckung) abtransportiert.

Vor und während des Aushubs aus dem Floßkanal werden die Sedimente hinsichtlich ihres Schadstoffgehaltes untersucht. Zur Vermeidung von Verunreinigungen der Standorte der Absetzbecken werden diese in einer dichten Bauweise ausgeführt, so dass kein belastetes Wasser in den Untergrund gelangen kann.
Sofern das Wasser nicht verdunstet, wird es mittels Rohrleitungen zurück in den Floßkanal geführt.

Von 2006 bis 2009 wurden bereits ca. 9,3 km zwischen dem Endbecken in Grödel und der Kreisstraße 8570 in Streumen
zwischen dem Wehr Tiefenau und dem Stahlwerk Gröditz sowie in der Ortslage Gröditz entlang der Wainsdorfer
Straße beräumt. Dabei wurden ca. 94.500 m3 Sedimente ausgehoben.

Im Jahr 2010 ist, nach zwischenzeitlich erfolgter Freigabe der finanziellen Mittel, vorgesehen, die Beräumung im 6. Bauabschnitt von der Kreisstraße 8570 in Streumen bis zum Dükerbauwerk Teufelsgraben westlich von Koselitz (ca. 2,4 km) durchzuführen. Auch hier erfolgt die Bearbeitung des Vorhabens von einer parallel zum Kanal anzulegenden Baustraße östlich des Gewässers, so dass der westlich verlaufende Radweg nicht in Anspruch genommen werden muss.

Bisherige Mengenermittlungen gehen von geschätzten 23.500 m3 Sedimenten in diesem Abschnitt aus.
Die Zwischenlagerung erfolgt im bereits angelegten Absetzbecken nördlich der K 8570. Sollten diese Kapazitäten nicht ausreichen, ist vorgesehen, westlich von Koselitz in unmittelbarer Nähe zum Floßkanal ein weiteres Becken anzulegen. Die erforderlichen Abstimmungen mit den Flurstückseigentümern, -pächtern und -nutzern wurden bereits geführt.

Es wird beabsichtigt, den 6. Bauabschnitt von Juni bis September 2010 zu beräumen.
In diesem Zeitraum ist auch vorgesehen, die zurzeit im Zwischenlager Streumen trocknenden Massen des 5. Bauabschnitts abzutransportieren.
In Abhängigkeit von der Bereitstellung weiterer finanzieller Mittel ist vorgesehen, die verbleibenden Abschnitte des
Grödel-Elsterwerdaer Floßkanals zwischen dem Dükerbauwerk Teufelsgraben und dem Wehr Tiefenau zu beräumen.
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Pirna
Landestalsperrenverwaltung des Freistaates Sachsen
Britta Andreas